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Irak: "Das Überleben unserer Familien steht auf der Kippe"

„Im Krieg habe ich meinen Mann verloren. Ich konnte kaum meine sieben Kinder ernähren. Und dann kam Corona!“ Das sagt Samira, eine von Hunderten Witwen und Waisen, die von den HMK-Projektpartnern mit dem Überlebensnotwendigen versorgt werden.

 

Dezember 2020 - hmk. Das Corona-Virus breitet sich auch in Syrien und im Irak rasant aus und fordert viele Tote. Während den Massenprotesten im Irak gegen den Lockdown sagten die Menschen: „Lieber Corona als verhungern!“ Wer zuhause bleibt, hat kein Einkommen, kein Essen. Im kriegsgebeutelten Syrien und Irak liegt die Wirtschaft am Boden. Hinzu kommen ein massiver lokaler Währungsverfall, die weiterhin sehr schlechte Sicherheitslage und schwierigste politische Verhältnisse. Nach wie vor gibt es eben kaum Verdienstmöglichkeiten und viele Binnenflüchtlinge und Rückkehrer sind weiterhin komplett von Hilfe abhängig, weil ihre Dörfer, Häuser und Arbeitsplätze zerstört sind. Die Corona-Krise hat in beiden Ländern die Not so drastisch gesteigert, dass viele Familien ums tägliche Überleben kämpfen und hungern müssen (in Syrien über 13 Millionen Menschen > 70 Prozent der Bevölkerung), in Irak bis zu 6 Millionen > 18 Prozent). Die jetzt dringend benötigte internationale Hilfe ist stark zurückgegangen Unsere einheimischen Glaubens-geschwister haben uns angefleht, die Hilfe nicht ebenfalls einzustellen. „Das Überleben unserer Familien steht auf der Kippe, ähnlich wie in den ärgsten Kriegstagen. Jetzt wo uns viele vergessen, haben wir euch nötiger als je zuvor. Danke, dass ihr uns nicht im Stich lasst“, so ein Pastor aus Aleppo. Corona breite sich rasant aus und Ärzte aus seiner Gemeinde seien aus Mangel an Intensivmedizin gestorben.

Vor Ort Hoffnung geben und Menschen stärken

Als HMK versorgen wir in Syrien und im Irak insgesamt rund 30‘000 Binnenflüchtlinge mit dem Überlebensnotwendigen. Sie erhalten Nahrungsmittel und werden mit einer mobilen Klinik mit Arzt und Pflegepersonal versorgt, v.a. in abgelegenen und unterversorgten Gebieten entlang der Frontlinien, in denen Binnenflüchtlinge sonst keine andere Hilfe bekommen. Wir helfen über das ganze Jahr hinweg hunderten Flüchtlingskindern mit Schulbildung und einer weiterführenden Aus-bildung, einkommenslose Witwen und alleinerziehende Mütter werden gecoacht und bekommen ein Erwerbstraining im Schneidern und Nähen, um sich und ihre Kinder zu ernähren. Um den Menschen vor Ort Hoffnung zu erhalten, wollen wir durch unsere Hilfe die lokale Resilienz soweit stärken, dass die Menschen im Land bleiben und möglichst als Christen und leuchtendes Zeugnis mithelfen, ihr Land positiv zu verändern.

Licht im tristen Flüchtlingslager
Die Witwe Um Orhan musste mit ihren drei Kindern vor dem Krieg aus Afrin im Nordwesten Syriens fliehen. Zwischen den Fronten wurde sie in ein provisorisches Flüchtlingslager gesteckt. „Zufällig trafen wir sie bei unserer Essensverteilung im Lager wieder, sie war hocherfreut“, sagt der kurdischer Pastor und HMK-Projektpartner vor Ort. „In Afrin kam sie schon in unsere Gemeinde, dann hatten wir sie durch den Krieg verloren, jetzt war die Wiedersehensfreude gross. 'Ihr gebt mir wieder Licht!', sagt die Witwe und sie kommt mit ihren Kindern wieder in unsere Zeltkirche.“ Durch unsere einheimischen Projektpartner versorgen wir als HMK in den völlig unterversorgten syrischen Flüchtlingsunterkünften bedürftige Familien mit dem Lebensnotwendigen.   

Witwen- und Waisenhilfe
„Im Krieg habe ich meinen Mann verloren und konnte kaum meine sieben Kinder ernähren und jetzt Corona! Ich kann das Schreien meiner hungernden Kinder nicht ertragen. Ohne Hilfe von Oben würden wir nicht überleben.“ Das sagt Samira, eine der Hunderten Witwen und Waisen, die von uns jetzt im Irak (während Corona) regelmässig versorgt werden. Wir eröffneten auch ein kleines Nähzentrum in dem pro Monat rund 15 bis 20 Frauen (hauptsächlich Witwen) für sich und ihre Familien Kleider nähen lernen. Einige haben dadurch schon ein kleines Geschäft eröffnet, um sich und ihre Familie zu ernähren, und wir unterstützen sie mit einer eigenen Nähmaschine. Corona-Hilfen und regelmässige Essensverteilungen an Witwen und Waisen und Hilfe zur Selbsthilfe machen Gottes Liebe konkret und schaffen Hoffnung in der sonstigen Trostlosigkeit.

Verhelfen Sie Witwen zu einer Zukunft in Würde!

Mit CHF 80.– (€ 70.–) können Sie einer Witwe wie Samira die Kosten zur Teilnahme an einem Nähkurs finanzieren und bieten ihr damit eine berufliche Ausbildung.

Mit CHF 120 (€ 105.–) ermöglichen Sie einem Flüchtlingskind den Besuch des Schulunterrichts für ein Jahr.

Mit CHF 90.– (€ 80.–) unterstützen Sie eine Familie einen Monat lang mit Nahrungsmitteln.

Mit CHF 75 (€ 65.–) versorgen Sie eine Flüchtlingsfamilie mit einem Hilfspaket (Corona-Hygiene, Kleidung).