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Indonesien: Christen haben im Gerichtsprozess Recht bekommen

Dank dem Gerichtsentscheid kam neue Hoffnung ins Leben indonesischer Christen.

bar./Juli 2012 – Das Dorf Horale in der Provinz Maluku, wo viele Christen gelebt hatten, wurde in einem Überfall durch einen muslimischen Mob aus dem Nachbardorf Saleman im Mai 2008 zerstört. Dieser Mob brannte 120 Häuser, drei Kirchen und die Dorfschule nieder und vernichtete 15 Hektaren Feldfrüchte. Vier Christen wurden bei dem Angriff getötet und 56 verletzt. Durch den Angriff mussten die Dorfbewohner in den Dschungel fliehen.


Eine Woche nach diesem Vorfall reichten Muslime aus Saleman eine Klage bezüglich der Eigentümerschaft über Horale beim Gericht ein und behaupteten, das Land von Horale sei Teil ihres Territoriums. Der Fall wurde zuerst auf Bezirksebene verhandelt, wo ein Moslem den Vorsitz in der Regierung inne hatte. Obgleich die Beweise für die Christen von Horale sprachen, urteilte das Gericht zugunsten der Leute aus Saleman.
Die Christen appellierten beim Provinzgericht, das ihnen Recht gab. Dies wiederum hatte zur Folge, dass  die Muslime die Angelegenheit vor das Höchste Gericht weiterzogen. Dieses hat nun befunden, dass Horale rechtmässig den christlichen Einwohnern gehört. Hätten sie den Prozess verloren, hätten sie das Dorf verlassen müssen und keine Bleibe mehr gehabt.


Horale ist zurzeit die Heimat von ungefähr 150 Familien (900 Personen). Die drei zerstörten Kirchen sind wieder aufgebaut. Nun, wo ihre Häuser wieder aufgebaut sind und rechtlich klar ist, dass Horale ihr Eigentum ist, hoffen sie, dass sie in Frieden leben können.