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Indien: Weitere Übergriffe

Nebst den Lasten des Alltags haben die indischen Christen auch mit regional anhaltend starker Verfolgung zu kämpfen.

dic./September 2011

 

Jharkhand
Im Frühjahr 2011 haben Hinduextremisten im Dorf Karivadhi (Distrikt Garwah des Bundesstaates Jharkhand) drei christliche Familien bedroht, die vom Hinduismus zum Christentum übergetreten waren. Sie sollten ihren neuen Glauben aufgeben, sonst würden sie verprügelt. Pastor Arjun Karmagi, der Feldkoordinator der Gospel Echoing Missionary Society, sagte, die Extremisten drohten damit, die Familien der Christen Raghuvir Chowdhary, Purnima Devi und Mahendra Chowdhary mit Gewalt nach Benares an den Ganges zu bringen und sie dort zum Hinduismus „zurückzukonvertieren“. Die Christen flohen aus ihrem Dorf und sind jetzt in einem Versteck.

Uttar Pradesh
Hinduextremisten haben in Bhopura, Sahidabad, Pastor Snaju Mahananda von der Believers’ Church bedroht. Er solle den Bau seines Kirchengebäudes einstellen. Ein Repräsentant der Believers’ Church berichtete, dass Pastor Mahananda dabei war, ein Gebäude mit einer Pastorenwohnung und einem Gebetssaal zu bauen. Am 19. Mai 2011 seien Extremisten auf der Baustelle erschienen und hätten damit gedroht, den Neubau einzureissen, wenn er weiterbaute. Die Christen hörten mit dem Bauen auf, aber reichten bei der Polizei eine Beschwerde ein.

Chhattisgarh
Hinduextremisten haben in Jangir, im Distrikt Champa, einen Christen wegen seines Glaubens angegriffen. Der vom Hinduismus konvertierte Christ, der nur unter dem Namen Tarzan bekannt ist, bekam bereits am 20. Februar eine Drohung. Er solle aufhören, Christus nachzufolgen und Evangeliumslieder zu singen. Wenn er seine christlichen Aktivitäten nicht einstellte, würde er Schlimmes erleben. Weil er aber nicht aufhörte, Christus nachzufolgen, griffen sie ihn unter der Führung von Jharu Ram Manohar an, verprügelten ihn, zerstörten sein Haus und hinderten ihn daran, Wasser aus dem Dorfbrunnen zu holen. Am nächsten Tag zeigten die Extremisten ihn dann an wegen „ungebührlichen Verhaltens“. Der Christ reichte eine Gegenanzeige ein, aber bis zur Drucklegung des Artikels ist noch nichts seitens der Polizei unternommen worden.