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Indien: Verfolgung in unseren Tagen

dic./Dezember 2011 – Hinduextremisten haben am 14. August 2011 eine Gebetsversammlung überfallen und dabei drei Konvertiten zum Christentum verletzt. Es geschah in Basavanagudi, im Distrikt Hassan des Bundesstaates Andhra Pradesh. Das Global Council of Indian Christians (GCIC) berichtete, dass ein von lokalen Leitern extremistischer Hindus angeführter Mob, von denen nur die Vornamen Venkatesh und Annappa bekannt sind, die Christen mit Keulen und Stöcken angriffen. Vorher hatten sie falsche Gerüchte verbreitet, dass sie in Zwangskonversionen verwickelt seien. Drei Christen, Raju, Chandru und Vekatamma, wurden verletzt. Beide Parteien erstatteten Anzeige bei der Polizeiwache von Halebeedu. Daraufhin machte der örtliche Polizeiinspektor B. K. Manjaiah, begleitet von dem für die Entwicklung der Siedlung verantwortlichen Beamten, eine Ortsbesichtigung und man berief eine Sitzung des Friedenskomitees ein, um zu versuchen, die Meinungsverschiedenheiten zu schlichten. Wie die GCIC berichtet, hätten die Beamten den Christen versichert, dass sie für die medizinische Behandlung aufgewendete Gelder erstattet würden und dass sie auch weiterhin in ihren eigenen Häusern beten dürften.


Einen weiteren Vorfall hat das All Indian Christian Council gemeldet. Am 10. August wurde ein Pastor von einer Gruppe Hindu-Pilger im Distrikt Andilabad, Andhra Pradesh, verprügelt und aus dem fahrenden Zug geworfen, als er versucht hatte, mit ihnen über seinen Glauben zu reden. Er hatte gegen 13:30 Uhr einen Zug in Kazipet bestiegen, um nach Manchiyal zu fahren. Als er sah, dass einige der Reisenden von einer Hindu-Pilgerfahrt zurückkamen, begann er, Traktate zu verteilen und sprach dann zu ihnen über Christus. Eine Gruppe der Pilger verspottete ihn, schlug auf ihn ein und hinderte ihn daran, an seinem Zielort auszusteigen. Die Extremisten fuhren fort, den Pastor verbal und körperlich zu misshandeln, nahmen ihm
sein Geld (3'000 Rupien, ca. CHF 55.-/EUR 45.-) und sein Handy ab und stiessen ihn dann aus dem Zug. Der Pastor musste fünf Tage im Spital verbringen, um Frakturen an beiden Armen, Verletzungen an Kopf und Rücken und den Verlust eines Zahnes behandeln zu lassen, wie das AICC berichtet. Er konnte über die Angreifer nur sagen, dass sie die Oriya-Sprache verwendeten. Örtliche leitende Christen haben ihm geholfen, Anzeige gegen die Angreifer zu erstatten.