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Indien: Rechtshilfe für Opfer von Gewalt

ER ist unser Friede – Fensteraufschrift an einem seit mehr als zwei Jahren verlassenen Haus.

Der Alltag vieler Christen in Kandhamal, im Bundesstaat Orissa, ist geprägt von Feindseligkeiten und Ausgrenzungen. Obwohl es seit den Gräueltaten von 2008 nur noch vereinzelt Angriffe gegen Christen gab, konnten sie ihre niedergebrannten Häuser nicht wieder aufbauen.

 

hmk./Oktober 2011 – Tausende getrauen sich nicht, in ihre leer stehenden Häuser zurückzukehren. Sie sind immer noch Opfer eines tiefgründigen Hasses seitens der Hindus. Man beraubt sie ihrer Häuser und Felder und somit ihrer Lebensgrundlage. Das Engagement christlicher Anwälte und Menschenrechtsaktivisten ist immer noch voll gefragt. Jede Verurteilung von Mördern und Gewalttätigen signalisiert, dass Verbrechen nicht ungestraft bleiben. Die Strafen sollen Extremisten und deren Anhänger vor weiteren Gräueltaten abschrecken. Die HMK unterstützt die Rechtshilfe für Geschädigte, so dass ihnen zu ihrem Recht verholfen wird.

Der Nachbar als Täter

Navin hatte Vater und Mutter verloren. Hinter deren Mord stand der Nachbar, ein angesehener Hindu, der Navins Familie seinen Schutz zugesichert hatte. Seine wahre Absicht war jedoch, seine Eltern bei gegebener Zeit zu töten, was ihm durch einen hinterlistigen Plan auch gelang. Zu der tiefsten Erschütterung über den Tod ihrer Eltern kam noch, dass Navin und seine Geschwister wegen Mangel an Geld ihre Ausbildung abbrechen mussten. Ihr Hoffnungsschimmer war die von der Regierung zugesagte Abfindungssumme. Die Distriktregierung weigerte sich aber, die volle Summe an die Hinterbliebenen auszuzahlen. Erst durch das Engagement christlicher Anwälte konnte den Waisen zu ihrem Recht verholfen werden. Mit USD 100 pro Monat meistern sie nun ihren Lebensunterhalt und setzen ihre Ausbildung fort. Die Anwalts- und Gerichtskosten betragen CHF 450 bis 550 pro Fall. Anklagen kommen vor das dafür extra eingerichtete Schnellgericht. Verhelfen Sie, liebe Leserinnen und Leser, schwerstbetroffenen Christen zu ihrem Recht. Herzlichen Dank.