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Indien: Gewalt und willkürliche Festnahmen

Einige indische Bundesstaaten haben sogenannte Anti-Bekehrungsgesetze erlassen, die die Religionsfreiheit massiv einschränken.

fides./Dezember 2013 - In mehreren indischen Staaten kam es laut All India Christian Council (AICC) erneut zu Gewalt gegen Christen. Der AICC ist ein Zusammenschluss verschiedenster christlicher Kirchen und Organisationen in Indien, der sich seit 1998 für die Rechte von Verfolgten und Minderheiten in Indien einsetzt.

Von der Gewalt betroffen waren die Bundesstaaten Karnataka, Chhattisgarh, Madhya Pradesh u. a. Hinduistische Aktivisten der Organisation „Bajrangdal“ drangen am 6. Oktober 2013 in die Kirche des protestantischen Pastors Arulraj im Distrikt Thane in Maharashtra ein. Die Milizionäre holten den Pastor aus der Kirche und nahmen ihn mit zur Polizei, wo sie ihn wegen „Zwangsbekehrungen“ festnehmen liessen.

 

Am selben Tag wurde auch der Christ Anil Kumar von radikalen Hindus in Siddapur (Karnataka) misshandelt. Er wird derzeit noch im Krankenhaus auf der Intensivstation behandelt.


In Madhya Pradesh löste die Polizei eine Gebetsversammlung auf und nahm 14 Christen fest. Die Gläubigen wurden wieder freigelassen, da es keine Beweise für angebliche Zwangsbekehrungen gab.