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Indien: Für die Schwachen einstehen

Wir dürfen Zeuge sein, wie trotz viel erlebtem Leid indische Christen neuen Mut fassen und sich gegenseitig unterstützen.

Obwohl in Indien offiziell Religionsfreiheit herrscht, werden viele indische Christen wegen ihres Glaubens bedroht und tätlich angegriffen. Zudem verhängen einige Behörden willkürliche Versammlungsverbote für christliche Gemeinden. Als HMK unterstützen wir die Opfer durch Rechtshilfe und stärken die christlichen Gemeinden.

 

hmk./September 2013 - Rajesh* koordiniert die Rechtshilfe für verfolgte Christen in einem der betroffenen indischen Bundesstaaten. Er führt pro Jahr rund 35 Seminare durch, in denen 1'700 Pastoren in den Grundrechten der Religionsfreiheit geschult werden. Die Seminarteilnehmenden werden über die erlassenen Vorschriften einzelner Bundesstaaten informiert, mit denen die Glaubensfreiheit eingeschränkt wird. Obwohl in Indien offiziell Religionsfreiheit herrscht, haben einige Bundesstaaten sogenannte Antibekehrungsgesetze erlassen: Wer sich vom Hinduismus abwendet, muss mit Verfolgung rechnen. Drohungen und Gewaltanwendung extremistischer Hindus oder willkürliche Versammlungsverbote durch die Behörden setzen den Betroffenen massiv zu.


Rechtshilfe und Aufklärungsarbeit
Die Aufklärungsarbeit stösst auf grosses Interesse und ist bitternötig. Viele Teilnehmende sind sich der Problematik und der ihnen zur Verfügung stehenden rechtlichen Möglichkeiten gar nicht bewusst. Die freie Wahl der Religionszugehörigkeit sowie das Praktizieren und Verbreiten der eigenen Überzeugungen und Werte sind ein Grundrecht eines jeden Bürgers – auch in Indien.


Die plötzliche Erkenntnis der Seminarteilnehmenden, dass viele andere Glaubensgeschwister mit denselben Widrigkeiten zu kämpfen haben wie sie und dass es Möglichkeiten gibt, etwas dagegen zu tun, ermutigt sie stark dazu, sich gegenseitig zu unterstützen. An den Seminaren nehmen auch christliche Anwälte und Menschenrechtsaktivisten teil, die sich vor Gericht für verfolgte Christen einsetzen. Das Gefühl, den Einschränkungen und der Gewalt ohnmächtig ausgeliefert zu sein, weicht zusehends dem Bewusstsein, dass Indien eine Demokratie ist, die ihrer Bevölkerung und gerade auch der christlichen Minderheit die Religionsfreiheit zugesteht. Rajesh und sein wachsendes Team von Anwälten werden deshalb auch in Zukunft mit Aufklärungsarbeit gefordert sein.

 

Unterstützen auch Sie

Die Durchschnittskosten für ein Seminar betragen 400 Franken (320 Euro). Falls Sie die Rechtshilfe zu Gunsten betroffener indischer Christen unterstützen wollen, können Sie das mit Ihrer Spende tun. Im Namen dieser Menschen danken wir Ihnen ganz herzlich.


*Name aus Sicherheitsgründen geändert.