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Indien: Angriff während Beerdigung

dic./Juli 2012 – Jaikant Pawar (31) aus dem Dorf Balgal im Distrikt Kanker starb am 20. April 2012 auf dem Weg ins Spital. Er litt unter Asthma und hatte sich über Schmerzen in der Brust beschwert. Als sich mehr als 40 Christen im Haus seiner Familie versammelten, um seinen Leichnam zur Beerdigung zu tragen, wurden sie von Hindu-Dorfbewohnern, die das Haus umringt hatten, daran gehindert. Die Angreifer beschuldigten die Christen, Pawar vergiftet zu haben. Sie verprügelten den Pastor und andere Christen, darunter auch Kinder. Zwei 60-jährige Frauen wurden ohnmächtig. Mindestens zehn Christen wurden verletzt und mussten medizinisch betreut werden. Der Übergriff dauerte über sechs Stunden.


Gegen 02.00 Uhr morgens befahlen die Hindu-Extremisten den Christen, die Leiche aus dem Dorf zu entfernen,  ansonsten würden sie umgebracht. Die Christen brachten die Leiche zum etwa zehn Kilometer entfernten Polizeiposten von Bande, aber die Polizei war nicht bereit, eine Anzeige entgegenzunehmen. Erst nachdem führende Christen und die Evangelical Fellowship of India Druck ausgeübt hatten, begann die Polizei mit einer Untersuchung. Die Beamten luden die Angreifer vor, die dann fälschlicherweise die Christen anklagten, sie verprügelt zu haben. Die Polizei ermahnte die Dorfleute, die Christen nicht wieder zu stören und arbeitete eine Vereinbarung  aus, in der erlaubt wurde, die Leiche in Balgal zu bestatten. Wie Open Doors berichtet, erhielten  die Christen aber seit dem 25. April wieder  Drohungen: „Zieht eure Anzeige zurück wenn euch euer Leben lieb ist, oder macht euch auf schlimme Konsequenzen gefasst.“