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Somalia: Versuchter Mord an Ehefrau, weil sie zum Glauben an Jesus fand

Die HMK leistet Soforthilfe an Menschen wie Laila Mohammed, die wegen ihres christlichen Glaubens Nachteile erleiden.

Als in Kenia ein somalischer Muslim erfuhr, dass seine Frau Christin geworden war, versuchte er sie zu verbrennen. Das sagte die Frau, die überlebte, aber stark entstellt ist, gegenüber International Christian Response (ICR).

mst./November 2012 – Laila Mohammed, 25, erlitt zahlreiche Verbrennungen an Gesicht und Körper, als ihr Mann Muse sie mit einer brennbaren Substanz übergoss und anzündete. Die Tragödie ereignete sich am 2. Juli 2012 in Nairobis vor allem von Somaliern bewohnten Stadtteil Eastleigh. Die Frau berichtete am Telefon aus einer Stadt, die wir aus Sicherheitsgründen nicht nennen können: „Mein Mann goss etwas über mich, was aussah wie Paraffin und steckte mich dann in Brand. Ich schrie um Hilfe. Was dann geschah, weiss ich nicht mehr. Als ich einen Tag später wieder zu mir kam, befand ich mich in einem Krankenhaus.”

Laila Mohammad hatte ihren Mann Muse in einem Flüchtlingslager in Kenia nahe der Grenze zu Somalia kennen gelernt und 2008 geheiratet. Kurz danach wandte sie sich heimlich vom Islam ab und wurde Christin. 2009 zog Muse mit seiner Frau nach Mogadishu, der Hauptstadt von Somalia, wo sie Ende des Jahres in einer offiziellen Zeremonie die Hochzeit feierten.

Einige Monate später fing Muse an, Laila zu überwachen, und bald erfuhr er über Dritte, dass sie den christlichen Glauben angenommen hatte. „Eines Tages fragte mich mein Mann, ob ich Christ geworden sei, aber ich sagte nichts“, sagte Laila. „Von da an wurde unsere Beziehung immer schlechter.” Dann erfolgte der Übergriff vom 2. Juli.

Muse glaubte, dass seine Frau tot sei, weil ihre Verbrennungen so schwer waren. „Der Mann war davon überzeugt, seine Frau getötet zu haben. Als ich Laila Mohammed im Spital besuchte, war ihr Zustand so schrecklich, dass ich sie kaum ansehen konnte. Ich glaubte, sie würde sterben”, sagte ein Mann vor Ort.

Die Frau sagte ICR gegenüber, dass sie immer noch schreckliche Schmerzen habe. „Und ich höre Gerüchte, dass sie mich mit Gewalt nach Somalia bringen wollen, wenn ich aus dem Spital entlassen werde. Sie wollen mich dann umbringen, weil ich aus ihrer Sicht eine Ungläubige geworden bin”, sagte sie unter Tränen. „Bitte betet für mich, dass ich einen Ort finde, wo mein Leben sicher ist. Ich brauche Hilfe.”

Wir als HMK leisten in mehreren Ländern Soforthilfe für verfolgte Christen wie Laila Mohammed, die aufgrund ihres Glaubens akut bedroht werden. Dazu gehören medizinische Hilfe, Umplatzierung an einen sicheren Ort oder die Unterstützung beim Aufbau einer neuen Existenz.