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Somalia: Junger christlicher Konvertit ermordet

Konvertiten sind in Somalia oft auf sich alleine gestellt und müssen ihren neuen Glauben auch vor Freunden und Familienangehörigen geheim halten.

dic./Juli 2011 – Zwei Moslemextremisten haben in Somalia am 18. April ein Mitglied einer geheimen christlichen Gemeinschaft in der Region Lower Shabele ermordet. Der Mord geschah im Rahmen einer Kampagne, die dazu dienen soll, das Land vom Christentum zu säubern.


Wie Quellen vor Ort berichten, sind zwei al-Shabaab-Militante um 19:30 Uhr in das Haus des 21-jährigen Hassan Adaw Adan in der Stadt Shalambod eingedrungen. „Zwei al-Shabaab-Mitglieder schleppten ihn aus dem Haus und gaben nach 10 Minuten einige Schüsse auf ihn ab“, berichtete eine Quelle, die anonym bleiben will. „Er war sofort tot. Die beiden Militanten riefen ‘Allahu Akbar’ (Allah ist grösser), bevor sie flohen.“
Adan war unverheiratet und lebte bei seiner muslimischen Familie. Er soll vor einigen Monaten heimlich Christ geworden sein. Die Christen in der Region vermuten, dass jemand die islamischen Militanten über seinen neuen Glauben informiert haben. Eine Quelle sagt, ein Verwandter, der zur al-Shabaab gehört, habe Adans Mutter gesagt, er vermute, dass ihr Sohn Christ sei. „Dieser Vorfall lässt unsere Konvertiten in äusserster Angst leben, weil die Militanten stets auf Suche nach jedem Menschen sind, der sich zum christlichen Glauben bekennt“, äusserte sie weiter.