Startseite > Projekte > Projektländer > Somalia: Christ in den Händen von Extremisten

Somalia: Christ in den Händen von Extremisten

Somalisches Flüchtlingscamp in Kenia

mst./Juli 2013 – Muslimische Militante, die Teile der Lower Shebelle Region in Somalia kontrollieren, haben einen Christen gefangen genommen und gefoltert, weil er vom Islam konvertiert war. Das melden unsere Quellen. Sie berichten, dass Rebellen der al-Shabaab am 25. März 2013 Hassan Gulled in Bulo Marer nahe dem Distrikt Qoryoley aufgegriffen hätten. Gulled war 2007 auf der Suche nach Sicherheit und einem besseren Leben nach Kenia geflohen. Am 27. Februar habe er Kenia verlassen, um Familienmitglieder in Somalia zu besuchen.

Gulled gehört zu den Dutzenden von somalischen Flüchtlingen, die nach Somalia zurückkehren, weil eine neue Regierung in Mogadishu im Amt ist und die al-Shabaab geschwächt ist, die einst grosse Landstriche in dem Gebiet kontrollierte. Doch trotzdem droht Christen wie Gulled seitens der al-Shabaab-Extremisten Gefahr. Gulled war allein auf Familienbesuch. Seine Frau blieb in Kenia in einer unbekannten Stadt. Al-Shabaab-Extremisten in Kenia, die von seinen christlichen Aktivitäten dort wussten, haben anscheinend Mitglieder der militanten Gruppierung in Somalia kontaktiert, die sein Kommen und Gehen drei Wochen lang beobachtet haben, bevor sie zuschlugen. „Vier maskierte Milizionäre der al-Shabaab zerrten Gulled in einen Land Cruiser und fuhren davon. Die Familie musste hilflos zusehen“, sagte eine Quelle. „Die al-Shaabab hat ihn gefoltert, um zu sehen, ob er seinem christlichen Glauben abschwören würde“, fährt sie fort. „Seit April gibt es keine Nachricht mehr von Gulled. Es ist möglich, dass er umgebracht wurde.”