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China: Vom Krankenpfleger zum geistlichen Leiter

Ling hat die bedingungslose Liebe von Jesus Christus erfahren und gibt sie weiter. Symbolbild: © HMK

hmk./ März 2016 - Ling* (40) wurde atheistisch erzogen. Heute ist er in seiner Heimat China begeistert für das Reich Gottes unterwegs.

 

„Ich wuchs in einer Gesellschaft auf, in der man sich sehr stark über die eigene Familie identifizierte. Daheim wurde ich atheistisch erzogen. Zwar gab es in unserer Nachbarschaft Familien mit verschiedenen religiösen Hintergründen, doch das war für uns als Familie nicht relevant und hatte uns auch nicht zu interessieren. Die Werte der eigenen Familie waren massgebend und dass wir zueinander schauten, füreinander sorgten.

 

Mein erster Kontakt mit Christen

Während meiner Ausbildung im Spital kam ich zum ersten Mal in Kontakt mit Christen. Das Engagement dieser Menschen beeindruckte mich, da es für sie nicht relevant war, welche familiären oder religiösen Hintergründe ihre Mitarbeitenden oder ihre Patientinnen und Patienten hatten. Sie halfen so gut sie konnten, und sie gaben auch mir, unabhängig von meiner Herkunft, eine Berufsausbildung. Das beeindruckte mich so sehr, dass ich mich während meiner Ausbildung selbst entschieden habe, Jesus Christus nachzufolgen.

 

Leidenschaft für Jesus

Heute darf ich die Menschen immer mehr mit Gottes Augen sehen und sie in ihren Anliegen unterstützen, ihnen bei ihren Leiden zur Seite stehen. Es ist für mich nicht mehr wichtig, welchen Hintergrund sie haben. Die Liebe Gottes gebe ich uneingeschränkt weiter, und das empfinde ich als grosses Vorrecht.

Während meiner Wanderjahre als Krankenpfleger wechselte ich öfters meinen Arbeitsplatz. Immer wieder erlebte ich, wie meine Landsleute zum lebendigen Glauben an Jesus Christus fanden. Oft besuchte ich auch kranke Menschen und konnte ihnen im Beisein ihrer Familie von der rettenden Botschaft erzählen. In diesem familiären Umfeld wird jeweils ungeniert diskutiert und Menschen vertrauen sich Jesus als ihrem Erretter an. Heute sind in meiner Provinz viele Gruppen von Christen verbreitet. Es sind Menschen aus verschiedenen Hintergründen, die eines gemeinsam haben: Eine Leidenschaft für Jesus Christus.“

 

*Name aus Sicherheitsgründen geändert.

Gemeinde-Netzwerk von Ling

Ling ist heute der Leiter eines Gemeinde-Netzwerkes. Zu den regelmässig stattfindenden Treffen stossen ständig neue Gläubige hinzu. Wie Ling lernen sie dort, den Menschen, ungeachtet ihrer Herkunft, mit der Liebe Gottes zu begegnen, auch während der Arbeit. Und so entstehen während ihrer beruflichen Tätigkeit neue Gemeinden.

 

Die HMK unterstützt das Netzwerk von Ling. Auch Sie können diese Arbeit mittragen. Mit bereits 100 Franken (92 Euro) können Sie einen wesentlichen Teil der Transport- und Literaturkosten eines christlichen Leiters wie Ling abdecken. Dürfen diese chinesischen Leitungspersonen mit Ihrer Hilfe rechnen?