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Jemen: Kampf gegen Hunger und Durst

Jemenitische Christen leisten humanitäre Hilfe in ihrer Heimat – in den Bereichen Wasserversorgung, Choleraprävention, Ausbildung, Aufklärung über Landminen oder Hilfe für körperlich Benachteiligte.

Berlin (idea). Das berichteten der Nahost-Experte und HMK-Projektleiter Matthias Schwab sowie zwei jemenitische Christen bei Treffen des Stephanuskreises in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion am 11. März 2019 in Berlin. Ihnen zufolge ermöglichen es die Sozialen Medien den Christen, sich landesweit zu organisieren. Die beiden jemenitischen Referenten haben Führungspositionen innerhalb von Nothilfeprojekten und in der Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen (UN) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Trotz Anfeindungen durch islamistische Gruppierungen werden immer mehr jemenitische Muslime Christen. Mehreren Organisationen zufolge stieg die Zahl der Christen seit dem Beginn des Krieges im März 2015 von rund 1’000 auf inzwischen mehrere Tausende.

Foto: © HMK

 

24 von 29 Millionen Menschen auf Hilfe angewiesenIn dem ärmsten Land der Arabischen Halbinsel liefern sich die sunnitisch geprägte Zentralregierung und schiitische Huthi-Rebellen einen Machtkampf. Das Leben ist laut Schwab von Bomben, Hungersnöten und Seuchen geprägt. „82 Prozent der Bevölkerung hungert. 24 von 29 Millionen Menschen sind von Hilfe abhängig.“ In den deutschsprachigen Medien werde die Situation im Jemen jedoch kaum thematisiert. Da die Presseberichterstattung aus Sicherheitsgründen und wegen Zugangsbeschränkungen durch Saudi-Arabien praktisch eingestellt sei, gelängen kaum Informationen aus dem Krisengebiet nach aussen.„Euer Schicksal bewegt uns“Der Vorsitzende des Stephanuskreises, der CDU-Bundestagsabgeordnete Heribert Hirte (Köln), sagte bei dem Treffen: „Ich möchte eine Botschaft in den Jemen und speziell an die Christen senden: Wir hören Euch, wir sehen Euch, Euer Schicksal bewegt uns.“ Konkrete Unterstützung könne geschehen, indem das humanitäre Engagement der jemenitischen Christen mit internationaler Hilfe vorangebracht werde. „Zudem sollte es im Zuge der andauernden Friedensgespräche herausgehobenes Ziel deutscher Entwicklungszusammenarbeit sein, den Jemen beim Wiederaufbau zu unterstützen“, so Hirte. Als überkonfessionelles Gesprächsforum innerhalb der Unionsfraktion im Bundestag kümmert sich der Stephanuskreis um die Situation verfolgter Christen in aller Welt.

Jemen – Nothilfe in schwer zugänglichen Gebieten

In Zusammenarbeit mit den landesweit vernetzten jemenitischen Christen kümmern wir uns als HMK regelmässig um mehr als 20’000 Notleidende. Rund 800 Familien erhalten Nahrungsmittel und mehr als 400 Haushalte versorgen wir mittels Regenwassergewinnungsanlagen, Lagertanks und Wasserfiltern mit dringend benötigtem Trinkwasser.

Unterstützen Sie diese lebensrettende Hilfe!
Mit CHF 70.– (€ 60.–) können Sie einer Familie eine Monatsration Essen zukommen lassen.
Mit CHF 100.– (€ 85.–) ermöglichen Sie für eine Familie Trinkwasserversorgung und Cholera-Prävention.
Mit CHF 60.– (€ 50.–) ermöglichen Sie einem Kind die Schulbildung für ein Jahr.