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Arabischer Multimillionär findet Jesus

September 2018 – Adel war Multimillionär und Scharia-Experte in Kuwait. Der Zweite Golfkrieg machte ihn und seine Familie zu mittellosen Flüchtlingen. Als er und seine Frau Leyla zum Glauben an Christus fanden, wurden sie als „Ungläubige“ beschimpft und angegriffen.

Arabien – Scheich-Familie bezeugt Christus

Als ich nach Hause kam, sagte ich zu meiner Frau: „Leyla, ich habe Neuigkeiten.“
Sie fragte: „Was für Neuigkeiten?“
Ich sagte ihr: „Ich habe meine Religion gewechselt.“
Sie fragte: „Was? Du hast deine Religion gewechselt? Bist du verrückt? Du bist jetzt ein Ungläubiger! Du wolltest sie bekehren, doch sie haben mit deinem Verstand gespielt und dich verändert!“

 

hmk. Adel, Sie stammen vom arabischen Golf, aus Kuwait. Heute leben Sie mit Ihrer Familie im Westen. Wie kam es dazu?
Meine Frau Leyla und ich sind beide in sehr reichen und angesehenen Familien aufgewachsen. Ich war ein erfolgreicher Geschäftsmann und hatte mehrere gutgehende Geschäfte. Als die Irakische Armee Anfang der 1990er Jahre in Kuwait einmarschierte, mussten wir in den Irak flüchten, wo wir uns mehrere Jahre versteckten. Anschliessend lebten wir mit unseren vier Kindern völlig verarmt und ohne Papiere in Jordanien. Schlussendlich konnten wir via UNHCR (UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge) in den Westen ausreisen.

In Jordanien begannen Sie sich für den christlichen Glauben zu interessieren. Warum?
Wir waren pleite und als Flüchtlinge durften unsere Kinder die staatliche Schule nicht besuchen. Eine Nachbarin erzählte uns, dass eine Kirche in der Nähe kostenlos Schulunterricht für Flüchtlinge anbietet und ihre Kinder auch dort zur Schule gehen. Als ich die Christen traf, war ich erstaunt, dass sie uns nicht mit Hass begegneten, sondern respektierten. Meine Bedingung für den Schulunterricht meines ältesten Sohnes war, dass er am christlichen Religionsunterricht nicht teilnimmt. Aber schon am dritten Tag wollte er unbedingt dabei sein. Ich fing an, mich mit dem Glauben dieser Christen auseinanderzusetzen, und stellte immer mehr markante Differenzen zwischen der Bibel und dem Koran fest. Der liebende Gott aus der Bibel war schon bald attraktiver für mich als das strafende Gottesbild im Koran. Ich hatte immer Angst vor Allah, dass er mich bestrafen wird. Vielen Muslimen wird gelehrt, dass sie in den Dschihad gehen müssen, um Allah zu gefallen.

Mit der Entscheidung, Jesus Christus nachzufolgen, brachten Sie Ihre Frau gegen sich auf. Was überzeugte Sie am christlichen Glauben?
Dass der Gott der Bibel konkret auf meine Gebete antwortet: Ich konnte die Miete meines kleinen Ladens nicht mehr bezahlen und suchte verzweifelt nach Hilfe. Im Hof unter ein paar Stühlen fand ich ein kleines Kreuz und ich erinnerte mich, wie die Christen beteten, wenn sie Probleme hatten. So sprach ich zu Gott: „Wenn Du mir jetzt hilfst, dann weiss ich, dass Du lebst und will Dir von nun an folgen.“ Kurz darauf erhielt ich von jemandem 100 US-Dollar – mehr als ich für die Miete brauchte. Meine Frau Leyla beschimpfte mich dann als „Ungläubigen“ und hängte einen Vorhang quer durch unsere 1-Zimmer-Wohnung auf. Von nun an musste ich auf der einen Seite des Vorhangs wohnen, um als Christ Leylas und der Kinder Raumhälfte nicht zu „verunreinigen“.

 

Das dauerte sechs Monate. Was geschah dann?
In dieser Zeit erhielt ich eine Vorladung von der Geheimpolizei und wurde in eine Zelle gesperrt. Während acht Tagen bekam ich nichts zu essen, wurde verhört und am Schlafen gehindert. Sie wollten wissen, wie ich über die Grenze nach Jordanien gekommen war. Die Polizei erhoffte sich wohl Informationen über mögliche Schlepper. Auf einmal ging alles ganz schnell: Die Zelle wurde plötzlich geöffnet und ein Wärter sagte mir, ich solle zivile Kleidung anziehen. Dann übernahm mich ein UNHCR-Beamter und ich kam frei. Leyla erzählte mir, dass sie zu diesem Zeitpunkt heimlich in der Bibel gelesen und zu Gott gebetet hatte. Von einem UNHCR-Beamten habe ich später erfahren, dass er die Polizei jeden Tag anrief und Druck machte, mich freizulassen, damals völlig ungewöhnlich. Das UNHCR bezahlte mir und meiner Frau während dem wir auf unsere Ausreise warteten monatlich 300 Dinar (420 Franken bzw. 350 Euro) sowie die Schule für unsere Kinder und die medizinische Versorgung. Leyla sah all diese Wunder, konnte aber immer noch nicht an Jesus glauben. Ich sagte zu ihr, sie solle doch einfach zum Schöpfer beten, was sie tat. Dann sprach Jesus auch zu ihr.

Leyla, wie war das für Sie, als Sie plötzlich anstatt eines Muslims einen Christen zum Mann hatten?
Für mich war Adel ein „Abgefallener“ und ein Fluch mit seiner Bibel. Doch dann hatte ich einen Traum: Ich war tot und einige Christen trugen mich auf einem Brett zu einem Wasserteich. Bevor ich ins Wasser gelassen wurde, war ich in ein schwarzes Kleid gehüllt, und als ich auf der anderen Seite des Teiches aus dem Wasser kam, war ich lebendig und weiss gekleidet. Ich fragte Adel, was dieser Traum zu bedeuten habe, und er meinte: Die Menschen sind sündhaft und werden ohne die Vergebung durch Christus verloren gehen, darum das schwarze Kleid. Das Wasser bedeutet, dass Jesus uns von den Sünden reinigt und wir durch ihn gerettet sind, darum das weisse Kleid.

Nach dem Traum entschieden Sie sich ebenfalls für Christus. Die Folgen liessen nicht lange auf sich warten…
Ja, kurz darauf hämmerte meine beste Freundin an unsere Tür und sagte, sie werde nie mehr in meine Wohnung eintreten, da wir nun beide „Ungläubige“ seien. Sie drohte, dass ich schon bald als Witwe betteln gehen müsse. Ein paar Tage später packten Bekannte von uns meinen Mann am Hals und drohten ihn umzubringen, wenn er nicht sofort zum Islam zurückkehren würde. Sie schossen auf ihn und gingen mit Messern auf ihn los. Die Polizei sorgte dann dafür, dass wir baldmöglichst in den Westen ausreisen konnten.

Adel und Leyla leben heute in einem westlichen Land und unterstützen Arabisch sprechende Migranten bei der Integration. 2016 hat sie ihre Herkunftsfamilie wegen „Abfall vom Islam“ für tot erklärt. Von ihrer Familie und Stamm in Kuwait wurden sie enterbt.

Unterstützung

Haben Sie es auf dem Herzen, dass bedrohte Christen (Ex-Muslime) in ihrer Heimat Zuflucht erhalten? 200 Franken (165 Euro) betragen die durchschnittlichen Kosten pro Monat, um Schutz und Versorgung einer Familie zu ermöglichen.

Foto: © HMK