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Albanien: Admir hat wieder eine Zukunftsperspektive

Junge Christen wie Admir haben durch unsere Arbeit eine neue Zukunftsperspektive erhalten. (Symbolbild)

hmk./Dezember 2012 – Admir* verbrachte die ersten acht Jahre seines Lebens in der Schweiz, wo er auch eingeschult wurde. Dann entführte ihn sein Vater in der ersten Klasse unter dem Vorwand eines Ferienaufenthaltes nach Kosovo. Dies war ein Schock für Admir. Denn als Zigeuner, der aus der Schweiz nach Kosovo zurückkehrte, wurde er von der dortigen Bevölkerung geächtet. Fortan musste er sich in einem für ihn fremden Umfeld zurechtfinden, wurde gehänselt und schikaniert. Er kam nicht mehr zurecht und wurde von der Schule suspendiert. An diesem Tiefpunkt angelangt, lernte er Fidan*, einen albanischen Pastor, kennen und fand Trost und neue Kraft im Glauben an Jesus Christus. Zurzeit besucht Admir eine Bibelschule in Albanien. Er ist sehr ermutigt von dem Gehörten und hat wieder Hoffnung und eine Perspektive für sich und sein Land Kosovo entwickelt.


Begleitung junger Christen
Pastor Fidan arbeitet nun bereits einige Jahre im Kosovo unter der dortigen Zigeunerbevölkerung. Er unterstützt und begleitet junge Menschen, die zum Glauben an Jesus Christus gefunden haben und deshalb mit zusätzlichen Herausforderungen konfrontiert sind. Nebst der hohen Arbeitslosigkeit, Armut und der weit verbreiteten Anwendung schwarzer Magier, werden die Familien der Konvertiten von ihrem Umfeld oft unter Druck gesetzt. Dies setzt die jungen Christen auf eine harte Belastungsprobe.

Soziales Engagement
Die HMK ist seit der politischen Öffnung vor 20 Jahren in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern in Albanien tätig. Nebst dem Stephen Center in Tirana, einem Begegnungszentrum mit Gästehaus und Buchladen, betreuen und schulen unsere lokalen Partner Chris und Laura Dakas Gemeindegründer in Albanien, Kosovo und Mazedonien. Dabei werden Pastoren ausgebildet und ermutigt, damit sie nebst der Gemeindearbeit den oft arbeitslosen Jugendlichen eine sinnvolle Beschäftigung vermitteln können. So werden Kinder und Jugendliche – insbesondere von ethnischen Minderheiten – wieder in die Gesellschaft integriert, erhalten sozialen Rückhalt und eine Zukunftsperspektive.

*Name aus Sicherheitsgründen geändert.