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Aktion Weihnachtspäckli: „So was Schönes habe ich schon lange nicht mehr erhalten“

Die HMK-Mitarbeiterin Tamara Rüfenacht war mit einem kleinen Film- und Fototeam in Albanien unterwegs. Das Team besuchte auch die Familie von Leta in einem Romadorf.

Die dreifache Mutter Leta wäscht gerade von Hand die Wäsche draussen im Garten. Das Wasser ist eiskalt. Die Familie hat zu wenig Holz, um das Wasser zu heizen. Nachdem Leta die Wäsche draussen aufgehängt hat, lädt sie uns in ihr Häusschen ein.

 

 

Foto @ HMK

 

Ehemann an Herzinfarkt gestorben
Gemütlichkeit ist hier in den Häusern der Romadörfer ein Fremdwort. Im Raum steht ein Tisch mit Stühlen, eine kleine Kommode und ein Bett. An der Wand hängt ein altes Schwarz-weiss-Foto. Es zeigt Leta mit ihrem Mann in glücklicheren Tagen. Während die Kinder die Päckli auspacken, fängt es an zu regnen. Die Wäsche hängt nun klitschnass an der Leine. Ich frage mich, ob die jemals wieder trocken wird? Leta erzählt uns von ihrem Mann, der einen Herzinfarkt hatte und unerwartet aus dem Leben schied. Nun lebt sie mit dem Bruder ihres Mannes und seinen drei Kindern unter einem Dach.

Trauerzeit nun vorbei

Als Witwe sollte sich Leta eigentlich bis an ihr Lebensende in Schwarz kleiden. Sie hat jedoch kürzlich entschieden, dass genug getrauert sei. Während sie eine Packung Teigwaren aus dem Päckli zieht, sieht sie etwas Farbiges darunter. Einen wunderschönen regenbogenfarbenen Schal (Foto). Unsere lokale Projektleiterin legt ihn ihr über die Schultern. „So was Schönes habe ich schon lange nicht mehr erhalten.“ Vielleicht ein Zeichen, dass die Trauerzeit wirklich vorüber ist?

110'100 Weihnachtspäckli

500 Sammelstellen

37 Lastwagen

Videos und weitere Informationen zur Aktion: www.weihnachtspäckli.ch