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Ägypten: Christen bitten um Gebet

mec./Februar 2011 – Am 11. und am 22. November 2010 versuchten Sicherheitskräfte, die Bauarbeiten am Erweiterungsbau eines Gemeindezentrums der Koptischen Kirche in Gizeh zu stoppen. Beide Male waren die Gemeindeleiter und Gemeindemitglieder in dem Gebäude und die Sicherheitskräfte zogen sich nach einer Weile wieder zurück.


Am 24. November eskalierte die Situation. Um 3 Uhr früh umstellte die Polizei das Grundstück, während einige Männer auf dem Dach arbeiteten und 200 im Inneren Wache hielten. In der Folge griffen beide Seiten – Sicherheitskräfte und Kirchenmitglieder – zur Gewalt. Die Polizei benutzte Tränengas, Gummigeschosse und scharfe Munition. Nach den zuverlässigsten Berichten wurden vier Kirchenmitglieder getötet und mindestens 50 verletzt – viele schwer. Mindestens 200 Christen wurden vor Ort oder in der Nähe verhaftet. Man verweigert ihnen Rechtsbeistand und liess sie in Haft. Die medizinische Versorgung einiger der Verletzten ist sehr schlecht.


Die Leiter der Kirche betonen, dass sie die notwendigen Genehmigungen für die Bauarbeiten am Gebäude habe. Doch die Behörden bestreiten dies. Der zentrale Punkt bei diesem Disput ist, dass das ägyptische Gesetz zwischen Kirchenbesitz und einem Kirchengebäude unterscheidet. Gemeindeleiter dürfen Gebäude im Kirchenbesitz erweitern, aber keine Kirche bauen. In diesem Fall erweckt die Erweiterung des Gemeindezentrums den Eindruck, als wolle man es für Gottesdienste benutzen. Dazu brauchte man aber eine besondere Genehmigung. Weil es aber sehr schwer ist, Genehmigungen für den Bau einer Kirche zu erhalten, haben andere Gemeinden ihre Gemeindegebäude erweitert, um Gottesdiensträume zu bekommen. Und es ist von einigen lokalen Beamten geduldet worden.

 

Gebetsanliegen:

  • Dass die Trauernden den Trost Jesu erfahren.
  • Dass die Verletzten und Traumatisierten die Heilungskraft Jesu erleben.
  • Dass die Gefangenen die Gegenwart und den Frieden Jesu in ihrer Zelle erleben und bald freigelassen werden.
  • Dass die Leitung der Kirche die Weisheit und Führung des heiligen Geistes erlebt bei der künftigen Nutzung ihres Eigentums.
  • Dass das Gesetz geändert wird und die Gottesdienstorte für alle Religionen gleich behandelt werden.
  • Dass alle involvierten Beamten Barmherzigkeit lieben und von Jesus hören und sich entscheiden, Jesus nachzufolgen.