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Ägypten: Christ in Dorf getötet

Ägypten kommt seit dem Sturz von Präsident Mubarak nicht zur Ruhe. Die angespannte Lage führt zudem zu mehr Übergriffen auf Christen.

dic./Dezember 2011 – Ein koptischer Christ wurde in Oberägypten getötet und etliche andere verletzt, als am 7. August 2011 Muslime nach einem Streit zwischen einem Moslem und einem Christen ein vorwiegend von Christen bewohntes Dorf überfielen. Der Angriff auf das Dorf Nazlet Faragallah im 218 km südlich von Kairo gelegenen Bezirk Minya, dauerte bis zum Morgen des 8. August, wie die Christen sagen. Die Angreifer drangen in eine unbekannte Anzahl von Häusern ein, die von Christen bewohnt wurden, und steckten acht davon in Brand. Die Angreifer töteten den 46-jährigen Maher Nassif. Sie waren in sein Haus gestürzt, hatten ihn in den Kopf geschossen und ihm dann die Kehle durchgeschnitten. Sein Teenagesohn hatte sich unter dem Bett versteckt und musste das alles mit ansehen. Die Männer plünderten und nahmen Nassifs Vieh mit. Sein Sohn konnte in die Nacht entrinnen, wie Dorfbewohner berichteten, die mit dem Jungen sprechen konnten. Die Berichte über den Auslöser für diesen Überfall sind verschieden, aber der allgemeine Konsens ist, dass am 6. August ein muslimischer Mann im Dorf einen Streit mit einer Koptin hatte, der damit endete, dass einige koptische Männer der Frau zu Hilfe kamen. Einige Stunden später kam eine Gruppe Muslime zur Dorfkirche und begann, die Gottesdienstbesucher mit Steinen zu bewerfen, als sie aus der Kirche kamen. Die Kopten reagierten auf gleiche Weise. Am Sonntag sah man dann Männer mit langen Messern und automatischen Waffen sich um das Dorf versammeln. „Sie gingen in alle umliegenden Dörfer und verbreiteten das Gerücht: ‚Die Christen haben die Moschee in Brand gesteckt und einige Muslime umgebracht.’ Und das stimmt doch gar nicht“, sagte Thabet