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Naher Osten – Angst, Familien nicht mehr ernähren zu können

hmk./April 2020 -  Viele Araber und Kurden im Irak, Syrien, Libanon, Jordanien und unter Flüchtlingen in der Türkei haben grosse Angst. Jedoch nicht nur vor dem Coronavirus, das dort auch längst angekommen ist und alle mit teilweise sehr strenger Ausgangssperre belegt, sondern viel mehr davor, dass sie nichts mehr zu essen haben und ihre Familien nicht mehr ernähren können. Keine Arbeit für ein paar Tage heisst für die meisten nämlich auch, nichts zu essen haben. In den Flüchtlingslagern ist die Lage sehr prekär, da auf engstem Raum die Abstandsregeln nicht so eingehalten werden können und die Hygiene ebenfalls sehr mangelhaft ist. Es fehlt an Wasser zum Waschen, es fehlt an Seife und anderen Hygiene-Artikeln.

Foto: © HMK
  • Bitte beten Sie um Zuversicht inmitten dieser Not und Gottes Erbarmen, und dass die Betroffenen Hilfe erhalten. Als HMK helfen wir, Not zu lindern.
  • Beten Sie auch für die einheimischen Christen, die jetzt noch mehr isoliert sind, dass sie Gottes Nähe speziell erleben.
  • Beten Sie für Pastoren und Mitarbeitende, dass sie persönlich gestärkt werden, um gerade jetzt Hoffnung weiterzugeben.

Zwangsruhe – „Ich nutze die zusätzliche Zeit mit Gott, das tut mir gut“

Doch auf der anderen Seite sind auch viele unserer Partner, geistliche Leiter in der Levante (vor allem Syrien und Irak), die bisher mit den Kriegsauswirkungen sehr beschäftigt waren, dankbar für diese Zwangsruhe. Sie taten immer am eigenen Limit ihren Dienst, weil sie so stark gefordert waren und nur wenige Mitarbeiter hatten. Nun geniessen sie vor allem die Zeit mit ihren Familien, die bisher zu kurz kamen. Und sie nutzen die Zeit auch zu vertieftem eigenen Bibelstudium und schicken ihre Einsichten als Ermutigung per WhatsApp umher. Ein lokaler Leiter in Irak sagte: „Ich nutze die zusätzliche Zeit mit Gott. Das tut mir gut“, und ein kurdischer Pastor in Syrien meint: „Unsere Ehe und der Familienzusammenhalt profitieren von der zusätzlichen Zeit miteinander, aber auch als Gemeinde wachsen wir besser zusammen und nutzen die Zeit zu viel Gebet miteinander und füreinander.“