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Flüchtlinge in Nordsyrien – Hilfeteams vor Ort

hmk./April 2020 -  Wie die syrischen HMK-Projektpartner berichten, ist auch die Region Al-Shahba zwischen den Frontlinien in Nordsyrien von den Folgen von Covid-19 betroffen, wohin die Kurden von Afrin hingeflüchtet sind. Dort leben ungefähr 350‘000 Menschen viele von ihnen in notdürftigen Lagern. In den drei überfüllten Flüchtlingshauptlagern arbeiten wir als HMK mit unseren christlichen kurdischen Partnern, die dort auch „Zelt-Kirchen“ haben.

Foto: © HMK

Herausforderung: Ernährung und Gesundheit

Die Situation in den Lagern ist in Bezug auf Ernährung und Gesundheit äusserst prekär. Unser Pastor schreibt: „Mit unseren Hilfsteams von der Zelt-Kirche helfen wir regelmässig in den Lagern in Bezug auf Ernährung und Gesundheit. In diesen schwierigen Corona-Zeiten verteilen wir zusätzlich Hygieneartikel (Desinfektions- und Reinigungsmittel) zum Zweck des Virenschutzes und beraten die Menschen in Sachen Hygiene. Seit dem 15. März 2020 haben die kurdischen Streitkräfte bei uns eine strikte Ausgangssperre verhängt und politische und religiöse Versammlungen und Hochzeiten in allen Teilen der Region verboten, damit die Gesellschaft geschützt und die Übertragung von Infektionen von Person zu Person verhindert wird. Wir als Kirche haben die Versammlungen in unserer Kirche gestoppt. Doch als Kirchendiener und freiwillige Helfer treffen wir uns jeden Tag in der Kirche, um zu beten und zum Herrn zu singen.“

Foto: © HMK

Lebensmittel und Hygiene-Artikel

Ausserdem helfen unsere lokalen Projektpartner bei der Zusammenarbeit mit dem Kurdischen Roten Halbmond, um das gesamte Gebiet Al-Shahba vor weiteren Infektionen zu sichern, z.B. an Checkpoints an den Ein- und Ausgängen vom Gebiet Al-Shahba sowie an den Toren der Lager. Im März 2020 verteilten wir 1‘000 Pakete mit Lebensmitteln und Hygiene-Artikeln, wobei unser Team jeweils Masken und Handschuhe trug, wenn es die Lebensmittel und Hygiene-Pakete verteilte, die angesichts der angespannten Lage gerne angenommen wurden.