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Eine humanitäre Hand Gottes

Marc Jost ist Generalsekretär der Schweizerischen Evangelischen Allianz (SEA) und hat in seiner Tätigkeit viele Berührungspunkte mit der HMK.

 

Als Pfarrer war ich während gut sieben Jahren in Thun im Evangelischen Gemeinschaftswerk (EGW) tätig. Regelmässig begegnete ich im Rahmen der lokalen Allianz-Treffen Hans Kunz, dem damaligen HMK-Verantwortlichen für die Öffentlichkeitsarbeit. Immer wieder hat er eindrücklich auf die Nöte der Kirche rund um den Globus hingewiesen. So bin ich seiner Einladung für Pastoren gefolgt, als in Amsoldingen zwei ehemalige Todfeinde versöhnt über Israel und die palästinensischen Gebiete berichteten. Die Vorträge an sich waren motivierend genug, aber dieser Besuch wurde darüber hinaus für mich zu einem Schlüsselerlebnis.

 

Projektreise nach Kuba

Der Projektleiter der HMK für Nordafrika und Kuba kam an diesem Treffen auf mich zu. Ich kannte ihn bis dahin nur vage. Wir kamen ins Gespräch über Mission und Hilfe für die Kirche. Und so kam es, dass ich durch dieses Gespräch selbst zum ehrenamtlichen Mitarbeiter der HMK werden sollte. Einmal pro Jahr stellte mich meine Kirche frei für eine Projektreise nach Kuba, wo ich dann während sechs Jahren selbst einen Blick in die gute Praxis der HMK mit ihren Partnern werfen konnte.


Fokus Naher Osten
Als SEA pflegen wir eine hervorragende Zusammenarbeit mit der HMK, die insbesondere über den visionären Geschäftsleiter Linus Pfister läuft. Unter ihm hat die HMK eine Entwicklung von der Hilfe an Christen in Osteuropa hin zu einem global tätigen, gut vernetzten, christlichen Hilfswerk gemacht. Eindrückliches Beispiel dafür: Rund ein Drittel des 18-Millionenhaushalts fliesst heute in den Wiederaufbau nach den Kriegen im Nahen Osten und in die immer noch nötige Flüchtlingshilfe vor Ort.

 

Flexibilität und Innovationskraft
Wie kam es, dass die HMK zu einem der wirkungsvollsten und dynamischsten christlichen Hilfswerke der Schweiz werden konnte? Es hat mit der Flexibilität und Innovationskraft der Mitarbeitenden zu tun. Die Verantwortlichen haben ihr Ohr bei Gott und den Menschen und reagieren jeweils strategisch, schnell und passen die Strukturen wo nötig an. Es passt auch zur HMK, was oft von der Kirche gesagt wird. Die HMK darf nicht so bleiben wie sie ist, wenn sie auch in Zukunft das sein will, was sie heute ist: Eine humanitäre Hand Gottes für Mensch und Kirche.