Startseite > Anlässe > Unsere Themen > 50 Jahre HMK > Sami Truttmann: Wir profitieren von der verfolgten Kirche

Wir profitieren von der verfolgten Kirche

Sämi Truttmann ist leitender Pastor der Pfimi Burgdorf und seit dem Jahr 2000 im Gemeindedienst. Wie sieht der Beistand für die verfolgte Kirche in seiner Gemeinde aus?

HMK: Sämi, was ist dein Antrieb als Pastor?
Sämi: Es fasziniert mich, wenn ich sehe, wie Menschen andere Menschen zu Jesus führen und Seine Gemeinde wächst. So hat sich die Pfimi Burgdorf in den letzten 20 Jahren vervierfacht. Es ist für mich extrem motivierend, Leute mit ihren Gaben und Fähigkeiten zusammenzubringen und zu sehen, wie daraus Neues zur Ehre Gottes entsteht: dass Menschen zum Glauben kommen, dass zerrüttete Familien wieder zusammengeführt werden, dass Heilungen geschehen. Die himmlischen Möglichkeiten sollen auch auf unserer Erde sicht- und erlebbar sein.

Wie nehmt ihr als Gemeinde Anteil an der verfolgten Kirche?

Es geht nicht nur darum, dass wir sie nicht vergessen haben. Es spornt uns an, wie die verfolgte Kirche evangelistisch tätig ist. Sie hat für uns grossen Vorbildcharakter. Wenn jeweils der HMK-Partner aus Nordafrika bei uns in der Gemeinde erzählt, wie die Gemeinden in seiner Heimat trotz widrigen Umständen das Evangelium ihren Landsleuten bezeugen, motiviert uns das unglaublich stark und ruft uns in Erinnerung: Wir haben nicht den Auftrag, unser eigenes Leben zu retten, sondern die Liebe des Himmelreiches anderen Menschen weiterzugeben. Wir sollen nicht in unserer westlichen Dekadenz versinken, sondern unseren Auftrag unseren Mitmenschen gegenüber wahrnehmen, die ohne Jesus verloren sind! Wir profitieren mindestens so stark von der verfolgten Kirche wie sie von uns.

Wie konkret sehen die Berührungspunkte aus?
Der Ansatz einer längerfristigen Partnerschaft hat sich bewährt und ist bereichernd. Im Fall von Nordafrika existiert die Zusammenarbeit mit der HMK seit zehn Jahren. So hören wir nicht nur einmal im Jahr in einem Gästegottesdienst von einem Land mit Verfolgung, sondern wir können unter dem Jahr die Entwicklung vor Ort mitbekommen: Aktuelle Gebetsanliegen, Erfolgsmeldungen, Rückschläge etc. Als Pastor bin ich mit euch als HMK im Austausch und teile die Infos mit meiner Gemeinde. Wenn dann der Projektpartner aus Nordafrika wieder unsere Gemeinde besucht, ist das ein Wiedersehen mit grosser Freude und Vertrautheit. Aus erster Hand zu erfahren, was Gott in Nordafrika tut, und Teil davon zu sein, ist ein Privileg.

Was ist dir im Kontakt mit den Verfolgten wichtig geworden?
Auch bei Widrigkeiten wollen wir für unseren Glauben hin stehen. Widerstände gehören dazu, wenn wir uns im Reich Gottes investieren. Wir müssen uns nicht zurückziehen, wenn wir angefeindet werden, sondern können unser Gegenüber im Gespräch herausfordern.

Sämi Truttmann, Pastor Pfimi Burgdorf