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Nächstenliebe überwältigt!

Linus Pfister ist seit 1988 bei der HMK und seit 1991 deren Geschäftsführer. Hier lesen Sie, was ihn antreibt und wofür sein Herz schlägt.

Linus, du kommst ursprünglich aus dem Kanton Zürich. Wie hat es dich zur HMK in Thun verschlagen?
Die HMK kenne ich seit 1983, als ich mit viel Neugierde einen Vortrag besuchte. Das Engagement und die Leidenschaft der Referenten hatten mich tief beeindruckt und so las ich mich immer tiefer in das Schicksal von verfolgten Christen ein. Ein simples Gebet war wohl der Anfang zum weiteren Lebensweg. Ich versprach Jesus, dorthin zu folgen, wo Er mich allenfalls brauchen könnte.

Seit 28 Jahren bist du Geschäftsführer der HMK. Was fasziniert dich daran?

Ungerechtigkeit und Armut liessen mich noch kaum je kalt. Deshalb nahm ich schon als Jugendlicher an Einsätzen in Berggebieten teil, die mein Lehrbetrieb organisierte. Je besser ich die Arbeit bei der HMK dann von innen kennenlernte, desto mehr faszinierte es mich, wie wenig es braucht, um Menschen helfen zu können. Oft ermöglicht ein – aus westlicher Sicht – relativ moderater Geldbetrag eine lebensverändernde Hilfe.
Vielerorts gilt: Wer kein Geld, keine Macht oder keinen Einfluss hat, wird auch entsprechend behandelt. Wenn die Betroffenen dann fragen, warum wir ihnen helfen, antworten unsere Mitarbeitenden, dass sie nur das tun, was Jesus gelehrt und getan hat. Diese Nächstenliebe überwältigt! Auch nach 30 Jahren HMK bin ich stets von neuem gerührt, wenn mir Menschen erzählen, wie sie Jesus gefunden haben und wie stark sich ihr Leben dadurch verändert hat. In all den Jahren habe ich immer wieder beobachtet: Menschen sind bereit, ihren verfolgten und notleidenden Mitmenschen beizustehen, und bezeugen in Wort und Tat die Gute Nachricht. Gott setzt in Seiner Grösse uns Menschen dafür ein. Manchmal dürfen wir es selber sein, tausendfach aber all die Verantwortlichen und engagierten Christinnen und Christen, denen wir ihren Dienst dank Ihren Spenden ermöglichen können.

Was gibt dir Hoffnung?
Lebenswendungen wie „vom Saulus zum Paulus“ sehen wir immer öfter. Imame und Scharia-Gelehrte erkennen auf einmal, in welchem Buch der errettende Weg zu Gott aufgezeigt wird. Aus „Gegnern“ werden plötzlich Freunde, die mit grossem Enthusiasmus die hoffnungsvolle Botschaft von Jesus Christus mit anderen teilen!

Linus Pfister, Geschäftsführer HMK